Psychobiographisches Pflegemodell nach Professor Erwin Böhm
"Leben mit Demenz"
Neben der körperlichen Pflege unserer Bewohnerinnen und Bewohner sind wir der Auffassung, dass auch die Seele „gepflegt“ werden muss. Dies entspricht auch der im Leitfaden des Trägers geforderten ganzheitlichen Betrachtung der uns anvertrauten Menschen.
Aus diesem Grund arbeiten wir nach dem psychobiographischen Pflegemodell von Professor Erwin Böhm. Nahezu alle Mitarbeiter haben einen Basiskurs für dieses Modell absolviert und kennen seine grundlegenden Thesen. Das psychobiografische Modell ist besonders geeignet für Menschen mit Demenz. Da in einer Demenz die kognitiven Fähigkeiten nachlassen und es damit den Menschen immer schwerer fällt sich zeitlich und örtlich zu orientieren, aber alle erlebten Geschichten und Eindrücke aus früheren Zeiten immer reeller werden, muss eine sogenannte thymopsychische Biographie (eine Gefühlsbiographie) erhoben werden.
Anhand aller gewonnenen Beobachtungen und Geschichten kann der Mitarbeiter Impulse finden, die die Alltagsnormalität und das Daheim des Bewohners mit in die Einrichtung transportieren sollen.
Schafft man es, den Menschen in seiner Gesamtheit zu verstehen, wird aus „warm – satt – sauber“ eine Pflege, in der sich der Bewohner wirklich wohl fühlt.